Unsere Geschichte

Die „Vonwald-Schule“ ist ein Familienbetrieb, von mir, Gabriela Vonwald, seit nunmehr  30 Jahren persönlich geführt. Anlässlich dieser 30 Jahre denkt man natürlich auch darüber nach, wie denn „alles begonnen“ hat? Nun, damals war die Idee einer privaten Schule etwas wirklich Neues. Selbst am WIFI gab es nur einen Massage-Abendkurs (den ich selbst zwei Jahre lang besucht hatte), keine speziellen Techniken, Lymphdrainage war noch nicht einmal Teil des Massagegewerbes, beim Vorschlag, ob man vielleicht an einer Ausbildung Bachblüten interessiert sei, bekam ich naserümpfend zur Antwort, „Sowas“ hätte am WIFI keinen Platz. Und auch viele Mitbewerber mit klingenden Namen waren damals noch nicht einmal geboren. Hier die Geschichte:

Foto Unsere GeschichteIch habe das Unternehmen 1985 als eine anfangs reine Massagepraxis gegründet. Wissensweitergabe, wenn man von der Ausbildung von Lehrlingen absieht, war damals nur dazu da, um meine eigenen Mitarbeiter (ich habe insgesamt 8 Masseure beschäftigt) immer wieder mit neuen Techniken vertraut zu machen, die ich selbst vorher in Weiterbildungen erlernt habe.
Ich halte es hier bis heute mit der Einstellung vieler japanischer Firmen, dass man erst dann sicher sein kann, dass man selbst eine Sache gut verstanden hat, wenn man sie einem anderen Menschen erklären kann. Und ich wollte, dass das gesamte Niveau der Mitarbeiter hoch ist, ohne dass jeder jeden Kurs besuchen muss.

Eine Hinwendung zu „echter“ Ausbildung mit Firmenfremden erfolgte erst im Jahr 1988. Die ersten Ausbildungen waren auch hier wieder gedacht für Berufskollegen, denen ich spezielle Techniken näher bringen wollte.

1991 dann erlernte ich selbst die Methode der Funktionellen Atemtherapie, wie sie in der Klinik von Prof. Nolte in Bad Reichenhall angewendet wird und inzwischen in Deutschland allgemein anerkannt ist. Ich war fasziniert und wollte dies unbedingt in Österreich etablieren, zunächst therapeutisch, indem ich die Zusammenarbeit mit Lungenfachärzten anstrebte, sehr schnell aber eben auch, indem ich Fachpersonal in dieser Technik ausgebildet habe, auch direkt in Kuranstalten, beispielsweise mehrmals in der Kuranstalt Bad Sauerbrunn.

Während dieser Ausbildungen kam von Seiten der Teilnehmer mehr und mehr der Wunsch auf, Wissen, das ich sozusagen in Nebensätzen dazu formulierte, über Anatomie, über Schmerzzustände, über bestimmte Grifftechniken, ebenfalls zu erlernen. Außerdem gab es immer wieder Masseurkollegen, die mir sozusagen ihr Personal für Zusatzausbildungen und Spezialtechniken schickten. Es dauerte aber noch bis etwa 1994, bis ich auch räumlich so weit war, dass ich das Thema Ausbildungen als gleichwertige zweite Schiene neben der Massagepraxis etablierte. Der Ablauf war, Montag bis Freitagmittag praktische Arbeit am zahlenden Kunden, also der Betrieb einer Massage-Gesundheitspraxis, ab Freitagmittag bis inklusive Sonntag Ausbildungen, zuerst Spezialtechniken, sehr schnell aber auch die Basisausbildung Massage für Berufseinsteiger, zusätzlich Anatomieausbildungen und Atemtherapie.

Da ich selbst immer wieder parallel auch Weiterbildungen besuchte, unter anderem die Heilpraktikerinhalte in einer deutschen Schule, außerdem Homöopathie und TCM-Fortbildungen, ergab es sich immer mehr, auch Inhalte des deutschen Heilpraktikers, auf österreichisches Recht modifiziert, anzubieten, ab 1999/2000 als Jahreskurse an Wochenenden.

2001 erfolgte ein drastischer Einschnitt und eine Änderung meines beruflichen Lebens.

Ich hatte in rascher Folge mit den Auswirkungen eines Autounfalles zu kämpfen, bei dem meine rechte Hand so in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass an eine stundenlange Massagetätigkeit nicht mehr zu denken war, außerdem hatte ich im Herbst 2000 Gebärmutterhalskrebs im Anfangsstadium, noch gerade rechtzeitig erwischt. Beide Ereignisse machten es notwendig, meine Praxis zuerst zu verpachten, dann aber ganz zu schließen, das gesamte Jahr 2002 war dann für mich ein kompletter Rückzug zum Gesundwerden.

2003 nahm ich meine Ausbildungstätigkeit wieder auf, in Ermangelung eigener Räume eingemietet in diversen Seminarzentren und als Gastreferentin in anderen Schulen, auch, weil ich anfangs nicht sicher sein konnte, ob meine Gesundheit halten würde. Einige meiner eigenen ehemaligen Absolventen hatten sich inzwischen selbständig gemacht und buchten mich in ihren Räumen als Gastreferentin. Außerdem begann eine rege Reisetätigkeit mit Abend- und Tagesseminaren in einigen deutschen Städten und in der Schweiz. Aus diesen Reisen entwickelten sich die heutigen Fernkurse, weil ich mich nicht klonen konnte, kaum kam ich aus Köln zurück, rief Berlin, und weil zu wenig Zeit für alle war, kam die Anfrage, ob ich nicht gegen Bezahlung meine Skripten zur Verfügung stellen könne.

Gabi

2006 wagte ich dann wieder den Schritt in die regelmäßige ausschließliche Ausbildungstätigkeit in eigenen Räumen, zunächst im 20. Wiener Bezirk, nur abends und am Wochenende, seit August 2008 im 22. Bezirk in räumen, die zwei Jahre später meine Tochter mit ihrer eigenen Schule für pädagogische Berufe übernommen hat. Seit 2008 gab es die Palette der Angebote als Tageskurse, Wochenenden und Fernkurse an.

2013 kam zunächst als zweiter Standort und um meiner Tochter mehr Platz einzuräumen eine „Filiale“ in Korneuburg dazu, ich merkte aber schnell, dass Korneuburg nicht stimmig war für mich. Daher bin ich 2014 wieder nach Wien zurück gekehrt.

Die nächste Entscheidung zur Veränderung erfolgte ebenfalls 2014. Ich habe mich aus verschiedenen Gründen entschlossen, mich hauptsächlich und mit voller Energie auf die Fernstudien zu konzentrieren, und keine Präsenzkurse mehr anzubieten.

Da ich seit 2014 mehr und mehr Zeit bei meinem Hiflsprojekt in Kenia verbringe, dort auch eine Wohnung habe und die Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung, lag es nahe, die Firma rechtlich auch zu übersiedeln. Diesen Schritt, der ein sehr neuer ist, habe ich im September 2015 vorgenommen. Dies nicht, weil ich auf der Suche war, eine Steueroase zu finden (da gäbe es in Europa einfachere Mögichkeiten), sondern aus praktischen Erwägungen und aus Liebe zu Kenia und um auch dort Arbeitsplätze zu schaffen. Bei einem Fernstudium ist der Ort, von wo aus gearbeitet wird, ja inzwischen unerheblich. Der Vorteil für Kursteilnehmer ist, dass sie wählen können, ob sie ihre Rechnung mit oder ohne Mehrwertsteuer wollen.

Neben meinem Afrika-Hilfsprojekt und meiner Rolle als Großmutter von zwei entzückenden Enkelkindern kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als das Wissen eines langen Berufslebens weiter zu geben und „Persönlichkeiten“ dabei zu entwickeln.

Danke an hunderte Kursabsolventen für ihr Vertrauen und ihre Neugier.