… oder kurz Zirbe genannt ist eines meiner liebsten Waldöle. Jetzt im Herbst schätze ich sie ganz besonders.

Die Zirbelkiefer ist ein immergrüner Nadelbaum, den man in den höheren Regionen der Alpen findet und der mittlerweile unter Naturschutz steht. Sowohl für die Holzgewinnung, als auch für die Destillation des Zirbenöls (aus den Nadeln, Zapfen und Zweigen) dürfen nur Bäume verwendet werden, die auf natürliche Weise gefallen sind. Die Zirbelkiefer ist extrem widerstandsfähig und übersteht die großen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter wie kaum eine andere Baumart. Sie liebt die Höhe und braucht sehr viel Licht. Sagen erzählen uns beispielsweise, dass in der Zirbelkiefer Geister leben, die Wanderer vor dem Abstürzen schützen.

All das sagt uns schon viel darüber, wie das Öl aus diesem besonderen Baum wirkt: Es gibt viel Kraft und Sicherheit, stärkt unseren Willen, die Durchsetzungskraft, gibt Mut und Selbstvertrauen. So wirkt es Depressionen entgegen, baut auf, verhilft zu neuer Energie. In Phasen der Rekonvaleszenz ist es gut geeignet, um schneller wieder fit zu werden.

Zirbelkiefernöl wird dem Element Erde zugeordnet, duftet waldig, eher männlich, würzig und dennoch frisch und hat einen besonderen Bezug zu unseren Atemwegen. In einer Duftlampe reinigt es die Luft auch gegen unangenehme Küchengerüche oder Zigarettenrauch (z.B. mit Eukalyptus, Pfefferminze, Bergamotte oder Mandarine). Zirbenöl bewirkt außerdem, dass unsere Atmung intensiviert und tiefer wird. Es wirkt antiseptisch, löst Schleim und fördert die Durchblutung, hilft also z.B. bei Erkältung und Husten, Nebenhöhlenentzündung oder Bronchitis.

Studien ergaben außerdem, dass sich Zirbelkiefernöl positiv auf unseren Schlaf auswirkt. Menschen, die beim Schlafen den Duft dieses Öls um sich hatten, konnten schneller einschlafen und – vielleicht noch wichtiger für allen, die derzeit am liebsten in den Winterschlaf gehen würden – sie waren auch wesentlich ausgeschlafener.

In Massageölen verwendet kann es durch die stärkere Durchblutung Muskelverspannungen und -schmerzen lindern und gegen Kopfschmerzen helfen. Und für alle, die Lavendel nicht in ihrem Kleiderschrank mögen: Motten und Mücken bleiben dem Zirbengeruch fern. Man sieht, ein echter Alleskönner.

Neugierig geworden? Bitte Achtung beim Einkauf: Häufig wird Zirbelkiefernöl mit anderen Kiefernölen gestreckt, denn echtes Zirbenöl ist ein seltenes Gut. Deshalb bitte trotz all der positiven Eigenschaften mit Bedacht verwenden!

Wer sicher sein möchte, 100% naturreines Öl zu bekommen, dem empfehlen wir die Öle der Firma Feeling.

Und wer dabei noch Gutes tun will, der kauft über die ID von Frau Vonwald (20026045), denn da fließt die gesamte Provision direkt von der Firma an unser Hilfsprojekt Harambee.

 

Mag. Sarah Eidler

Ich habe in unserem Pferdestall auf der Koppel eine Sichtschutzhecke gepflanzt. Wohlgemerkt, nicht einfach nur diese typischen Zierhecken aus dem Schrebergarten, langweilig und für Vögel und Insekten ungefähr so spannend wie eine asphaltierte Autobahn. Nein, ich möchte es bunt, lebendig, viel Natur für alle Lebewesen rundherum. Und natürlich für meine Pferde nicht giftig. Weißdorn, Felsenbirne, Hasel, Hundsrosen usw. Und ich hoffe, sie wird irgendwann mal so schön dicht.

Dazwischen sind Brennnesseln erlaubt. Und die Gartenmelde, die wirklich alles überwuchert, wird zwar ausgerupft, wird aber auf den Boden gelegt, um ihn vor Austrocknung zu schützen und damit bei heftigem Regen der Boden nicht weggeschwemmt wird. Und immer ein wenig wird für grüne Smoothies genommen. Hab ich gelernt von einer tollen Frau, die sich das Thema auf ihre Fahnen geschrieben hat und es auch Kindern nahe bringen möchte. Danke dafür. https://www.facebook.com/gruenGUT.at/

Und ich lerne täglich dazu. Vieles durch Versuch und Irrtum, aber die Natur zeigt mir ja immer gleich – so nicht meine Liebe. Richtig Gießen zum Beispiel. Oder dass man bei den Blattläusen mal ein wenig Geduld hat, bis die Marienkäfer geschlüpft sind.

Auch eine Altholzhecke haben wir, davor Kletterrosen und ich hoffe, dass es irgendwann eine Dornröschenhecke wird. Und schon jetzt leben darin kleine Eidechsen, Salamander, Vögel bauen ihr Nest.

Ich lerne, wie viele Pflanzen eigentlich für Pferde giftig sind, auch wenn sie für uns Heilpflanzen sind, wie die Gundelrebe. Wirklich erstaunlich. Aber neben den giftigen gibt es eben auch viele, viele Holunderbüsche, die einem Hof ja Glück bringen sollen. Frau Holle habe ich noch nicht gesehen, aber wenn ich so unter einem der größeren stehe und die Augen schließe, kann ich mir die Wichtel, die ja den Hollerbusch als Eintrittspforte benutzen, gut vorstellen. Übrigens stehen auch die Pferde gern unter Holler – verbunden mit der Anderswelt?

Im nächsten Blog möchte ich gern etwas über Holunder schreiben. Und über die Felsenbirne, die ich auch ganz erstaunlich finde.

Und für mich bewahrheitet es sich wieder – wenn man für etwas verantwortlich ist, muss man sich informieren und plötzlich, ehe man sich versieht, ist das Interesse da und man möchte mehr wissen. Nein, ich werde kein Biogärtner, meine Tomatenpflanzen stehen in der Stallgasse unter einem Fenster nur, weil wir dadurch keine Gelsen mehr haben, aber ich lese alte Geschichten Mythen, Märchen zu Pflanzen und Naturgeistern und fühle mich mit tausenden Jahren Menschheitsgeschichte verbunden. Und wenn es für sonst nichts gut ist – es ist eine Schulung in Achtsamkeit und ein hervorragendes Anti-Stress-Training. Wir haben zwar inzwischen eine Druckpumpe und Sprinkler, aber eine Stunde Gartenschlauch halten und dabei den Vögeln zuhören und den Tanz der Kohlweißlinge zu beobachten, ganz ehrlich, mehr Meditation geht nicht.