Duftspiele

Wer Aromaöle denkt, dem kommt meistens als erstes die Aromalampe in den Sinn. Oben Wasser, darin ein paar Tropfen ätherisches Öl, unten ein Teelicht und schon duftet die ganze Wohnung.

Der Nachteil wenn man kleine Kinder hat (oder auch pflegebedürftige alte, vielleicht schon demente Menschen) – man sollte solch eine Lampe nicht unbeaufsichtigt lassen, immerhin ist das offenes Feuer. Eine Alternative wäre ein elektrischer Diffusor, der natürlich längst nicht so romantisch und heimelig daher kommt.

Eine hübsche Möglichkeit wäre ein Duftmobile, gebastelt aus Wattebauschen, die man mit einem Tropfen ätherischem Öl beträufelt. Lavendel zur Entspannung, Zitrone für mehr Konzentration im Arbeitszimmer oder über dem Schreibtisch.

Auch Wäschebeduftung ist etwas sehr Feines (wer pubertierende sportlich veranlagte Söhne hat, wird dies zu schätzen wissen). Entweder ein paar Tropfen ins Waschmittel, oder einfach einen Stofffetzen mit dem Öl beträufeln und mitwaschen. Solch ein duftendes Stück Stoff macht sich übrigens auch gut über Nacht in den Sportschuhen.

Für den ganz persönlichen Einsatz in Schule oder Kindergarten empfehle ich das Duftpflaster am Handgelenk. Ein Tropfen vom ausgewählten ätherischen Öl in einem Trägeröl verdünnen, aufs Handgelenk reiben und ein großes Pflaster drüber. Das Pflaster verhindert, dass der Duft schnell verfliegt, außerdem kann man unauffällig am Pflaster riechen und muss nicht ständig ein Fläschchen aufschrauben. Niemand merkt also, wenn ich meinen ganz persönlichen Anker verwende.

Da Düfte viel mit Erinnerung und Emotionen zu tun haben, hier noch ein Spiel, um einen Workshop, Vortrag oder Informationsrunde zum Thema Aromaöle einzuleiten: Die Duft-Biographie!

Mit welchem Duft verbindest du Kindheit, Schule, erste Liebe, Beruf?

Sehr spannend, was da so heraus kommt.HeuduftBei mir selbst kommt mir da beim Thema Kindheit  frisches Heu in den Sinn, Stallgeruch und warme frisch gemolkene Milch, später der Geruch von Büchern und über viele Jahre immer wieder Wald, Wiese und Pferdestall. Und heute, wo ich einen großen Teil des Jahres in Afrika lebe – Kokosöl.

Versuchen Sie es mal und entdecken Sie, wie spannend es ist, uns mal nicht von unseren Augen und Ohren, sondern von unserer Nase leiten zu lassen.