Chakren-Arbeit

Irgendwie klingt es ja immer sehr erlaucht, wenn Menschen – oft in wallende Gewänder gekleidet oder unbedingt im Yoga-Sitz, von Chakren reden. Man nickt ehrfürchtig, versteht aber nichts. Und oft hat man das Gefühl, das soll auch so bleiben, also ein wenig mystisch. Ich mag es  in meinen Ausbildungen eher gern ein wenig handfester. Was also sind Chakren?

Chakren sind wichtige Energiezentren im Körper, die sich mit bestimmten Techniken aktivieren und harmonisieren lassen. Sie sind nicht materiell oder anatomisch, man kann sie also nicht dadurch erkennen, dass man den Körper aufschneidet und sie an bestimmten Orten sucht. Man kann sie aber spüren, vor allem feinfühlige Menschen können dies.

In den meisten Kulturen ist den Menschen bewusst, dass unserem Körper (und nicht nur unserem Körper, sondern aller Materie), Energie inne wohnt. Diese Energie ist ständig in Bewegung, muss fließen, um den Organismus gesund zu halten. Energie, die nicht mehr fließt, die also stagniert, ist wie das Wasser, das durch einen Staudamm aufgehalten wird. Vor dem Staudamm entsteht ein großer Druck, eine Energiefülle, hinter dem Damm kommt es zu einer Leere, zu Trockenheit. Staudämme im Körper sind immer negativ. Die Chinesen sagen beispielsweise auch:

„Schmerz ist der Schrei des Körpers nach flutender Energie“.

Auch viele unserer schulmedizinischen Behandlungsformen zielen darauf ab, die Energie zum Fließen zu bringen, wir nennen es nur anders, zum Beispiel sprechen wir von verstärkter Durchblutung. Wir reiben uns eine Stelle ein, die schmerzt, oder verwenden Ultraschall, Kneippgüsse oder durchblutungsfördernde Cremen.

Auch fast alle asiatischen Bewegungstechniken dienen vor allem auch dem Energiefluss, wie beispielsweise Yoga, Qi Gong oder Tai-Chi.

Das Wort „Chakra“ kommt aus dem indischen und bedeutet soviel wie „Rad“, Wirbel“, weil man sich vorstellt, dass diese Energiezentren kreisende Bewegungen ausführen und damit der Lebensenergie als Empfangsstation, Transformator und Verteiler dienen.

Auch hier hilft uns wieder die Beobachtung von Wasser, das zum Beispiel als klarer Gebirgsbach über Steine fließt. Über jedem Stein entsteht ein Wirbel und gibt dem Wasser eine neue Richtung und eine neue Geschwindigkeit.

Chakren sind also, wenn man so will, kleine Motoren, die unsere Lebensenergie antreiben oder drosseln können, gleichzeitig fließt an den Chakren diese Lebensenergie (man könnte es so ausdrücken) mehr oberflächlich, so dass wir sie hier auch besonders gut beeinflussen können.

Einfach ausgedrückt: Wir haben Energiebahnen im Körper, die wir nicht sehen, in denen aber unsere Lebensenergie fließt. Wir haben keinen Stöpsel wie bei einer Badewanne, wo wir schnell mal was abfließen lassen können, und auch keinen Trichter, wo wir Energie zuführen können. Unsere Lebensenergie ist ein geschlossenes System, das wir, um gesund zu bleiben, nur immer in Bewegung halten und aktivieren müssen. Es darf nicht zu Stauungen kommen.

Wenn wir uns unser Energiesystem wie einen Brunnen mit mehreren Schalen vorstellen, dann sollten alle Schalen gleichmäßig mit Wasser gefüllt sein. Ist in einer zu viel, gibt diese Schale das Wasser nicht weiter, so fehlt es in der darunter liegenden.

Die Arbeit mit Chakren geht aber weit über das augenblickliche Befinden und Gesundbleiben hinaus.

In jedem unserer Lebensabschnitte ist ein Chakra dominanter als andere und dies bereits bei der Entwicklung im Mutterleib. Man könnte auch sagen, je nachdem, in welchem Lebensabschnitt wir uns gerade befinden, bekommen wir bestimmte Lernaufgaben zugeteilt, die wir dann verstehen, wenn wir uns anschauen, welches Chakra gerade am stärksten ist.

Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass wir alle 7 Jahre in einen neuen Lebenszyklus einsteigen. Nun, wir haben auch 7 Hauptchakren. Alle 7 Jahre dominiert also ein Chakra unser Leben und gibt uns bestimmte Aufgaben auf dem Weg zur Weisheit. Genau genommen sind es ursprünglich einmal 7 Monde gewesen, für das dieses Prinzip gilt. Nach sieben Monaten wäre also ein Zyklus durchlaufen. Diese kleine Chakrenreihe findet man vor allem bei Kindern und vorgeburtlich wieder, während bei Erwachsenen meist wirklich ein Jahr pro Chakra gemeint ist.

Wichtig ist es zu akzeptieren, dass es kein besser oder schlechter gibt. Alle Chakren, alle meine Lebensbereiche, meine Aufgaben, meine Ziele müssen ausgeglichen sein. Jedes Zuviel schadet genauso wie jedes Zuwenig.

Spannend? Dies und mehr lernt man in unserer Ausbildung  Dipl. Humanenergetiker/in