Derzeit bin ich ja wieder bei meinem Hilfsprojekt in Kenia (daher auch die relative Ruhe beim Schreiben) und vorige Woche haben sich mein Mann und ich eine kleine Auszeit in einer schönen Lodge geleistet. Jetzt bin ich erstens als Frau generell und zweitens als Generation, die noch sehr aktiv für die Gleichstellung der Frauen in der Berufswelt gekämpft hat, nicht unbedingt eine, die der Meinung ist, Frauen würden irgendwas nicht können, ein Geschlecht sei besser als das andere, nur – Unterschiede gibt es sehr wohl. Und so entspannt am Frühstücksbuffet konnte ich doch ein paar Dinge beobachten, die Frauen und Männer deutlich unterscheidet.
Wir werden ja heute zum Thema „Gesunde Ernährung“ geradezu überschwemmt, und ich kann durchaus verstehen, dass es manchen damit schon zuviel wird. Andere fragen sich bestimmt, ist der Markt nicht schon komplett übersättigt von Ernährungsberatern? Zahlt es sich aus, „sowas“ zu lernen? Besteht da Bedarf? 
Zugegeben, der Name dieser Substanz klingt wie direkt aus der Versuchsküche eines Chemielabors. Und dann kommt auch noch das böse Wort
„Säure“ vor. Ist das nicht gefährlich? Nun, diejenigen, die wissen, dass Ascorbinsäure nur ein anderes Wort für Vitamin C ist, sind schon ein wenig im Vorteil beim „sich fürchten“. Und auch Hyaluronsäure ist nicht nur harmlos, sondern hat so unglaublich viele Funktionen im Körper und monatlich werden neue entdeckt, dass man sich doch näher mit dieser Substanz beschäftigen sollte.
Alle selbständigen Unternehmer/innen stehen am Anfang vor einem Phänomen, das vor allem in helfenden Berufen und für Frauen ein echtes Problem darstellt, wollen wir Frauen doch meistens als lieb und nett wahrgenommen werden. Die Frage, die sich früher oder später stellt, wie gehe ich mit Freunden um, die als Kunde kommen? Was verrechne ich da? Bei einem reinen Warenaustausch geht es ja noch irgendwie, aber bei Dienstleistung?
Lycium ist der botanische Name für eine Pflanze, die bei uns als Bocksdorn bekannt ist. Verwendet werden in der Heilkunde die kleinen roten Beeren. Allerdings kümmerte die Pflanze bei uns irgendwie nur dahin, wohl nicht attraktiv genug im Vergleich mit den großen anderen Helfern aus dem Pflanzenreich. Dies änderte sich, als die Beeren plötzlich aus China herüber kamen und im Supermarkt um sehr teures Geld verkauft wurden – Goji-Beeren nämlich.

