Warum lebenslanges Lernen in einer Welt der Langlebigkeit wichtiger wird als je zuvor

Wer sich mit dem Thema Longevity beschäftigt, kommt an einer faszinierenden Vorstellung kaum vorbei: Vielleicht gehören Menschen, die heute 50 oder 60 Jahre alt sind, zur ersten Generation, die eine realistische Chance hat, 100, 110 oder sogar 120 Jahre alt zu werden. Neue Erkenntnisse über Ernährung, Bewegung, Prävention und moderne Medizin lassen die Hoffnung wachsen, dass wir nicht nur länger leben, sondern auch länger gesund bleiben können.

Doch je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftige, desto häufiger stelle ich mir eine andere Frage: Was bedeutet ein deutlich längeres Leben eigentlich für unseren Geist?

Die Diskussion konzentriert sich oft auf körperliche Gesundheit. Wir trainieren unsere Muskeln, achten auf ausreichend Bewegung, verbessern unsere Ausdauer und beschäftigen uns mit gesunder Ernährung. All das ist wichtig. Aber ein fitter Körper allein macht noch kein erfülltes Leben aus. Denn was nützt es, wenn wir mit 100 Jahren noch problemlos eine Bergwanderung schaffen, unser Gehirn aber nicht mehr in der Lage ist, neue Erfahrungen aufzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen oder Erinnerungen zu bilden?

Die Antwort auf diese Herausforderung könnte in einer Haltung liegen, die wir uns ein Leben lang erhalten sollten: die Bereitschaft zu lernen.

Lernen wird häufig mit Schule, Ausbildung oder Studium verbunden. Viele Menschen betrachten ihre Lernphase im Grunde als abgeschlossen, sobald sie ins Berufsleben eintreten. Diese Sichtweise sollten wir grundlegend überdenken. Wenn wir künftig tatsächlich deutlich länger leben, werden wir auch deutlich länger lernen müssen – und dürfen.

Schon heute verändert sich die Arbeitswelt in rasantem Tempo. Berufe entstehen neu, andere verschwinden. Technologien entwickeln sich schneller als jemals zuvor. Wer über Jahrzehnte beruflich anschlussfähig bleiben möchte, kommt um kontinuierliche Weiterbildung nicht herum. Dabei geht es nicht nur darum, mit technischen Entwicklungen Schritt zu halten. Es geht auch darum, Tätigkeiten zu finden, die unseren Interessen und Fähigkeiten entsprechen und die wir langfristig mit Freude ausüben können.

Wenn Menschen künftig bis 70, 75 oder sogar 80 Jahre arbeiten, wird die Frage nach Sinn und Motivation noch wichtiger werden. Niemand möchte mehrere Jahrzehnte in einem Beruf verbringen, der auslaugt und erschöpft. Lebenslanges Lernen eröffnet die Möglichkeit, sich immer wieder neu zu orientieren, neue Kompetenzen zu entwickeln und berufliche Wege einzuschlagen, die besser zur jeweiligen Lebensphase passen.

Doch Lernen ist weit mehr als eine Investition in die Karriere. Es ist auch eine Investition in die Gesundheit unseres Gehirns.

Unser Gehirn liebt und braucht Herausforderungen. Neue Fähigkeiten zu erwerben, unbekannte Themen zu entdecken oder neue Denkweisen kennenzulernen, hält neuronale Netzwerke aktiv.

Wissenschaftliche Studien zeigen immer wieder, dass geistige Aktivität eine wichtige Rolle dabei spielt, die kognitive Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Natürlich gibt es keine Garantie gegen Erkrankungen wie Demenz. Aber es spricht vieles dafür, dass ein neugieriger und lernbereiter Geist bessere Voraussetzungen schafft, um lange mental fit zu bleiben.

Deshalb sollten wir das Gehirn ähnlich betrachten wie unsere Muskulatur. Niemand würde erwarten, dass ein Muskel stark bleibt, wenn er jahrzehntelang nicht genutzt wird. Warum sollten wir also glauben, dass unser Geist ohne regelmäßige Herausforderungen dauerhaft leistungsfähig bleibt?

Für mich gehört deshalb lebenslanges Lernen genauso selbstverständlich zu einem gesunden Lebensstil wie Bewegung oder eine ausgewogene Ernährung. Dabei muss Lernen keineswegs anstrengend oder akademisch sein, im Gegenteil, Lernen muss Freude machen – und entscheidend ist die Bereitschaft, neugierig zu bleiben.

Was mich besonders beschäftigt: Angenommen, wir erreichen tatsächlich ein Alter von 110 oder 120 Jahren. Was machen wir dann mit den zusätzlichen Jahrzehnten?

Viele Menschen träumen von einem langen Leben. Doch ein langes Leben will auch gestaltet werden. Wenn wir mit 80 oder 90 Jahren noch mehrere Jahrzehnte vor uns haben, reicht es kaum aus, nur auf Vergangenes zurückzublicken. Wir brauchen Ziele, Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten. Wir brauchen die Freude am Entdecken.

Gerade deshalb erscheint mir lebenslanges Lernen als einer der wichtigsten Bausteine eines erfüllten langen Lebens. Es hält nicht nur unsere beruflichen Möglichkeiten offen und unterstützt die Gesundheit unseres Gehirns. Es schenkt uns auch etwas, das vielleicht noch wertvoller ist, und das wir bei Kindern oft bewundern: die Fähigkeit, uns immer wieder für Neues zu begeistern.

Als jemand, der selbst gerne Neues entdeckt, sich für Menschen und Tiere einsetzt und nicht zuletzt durch mein ehrenamtliches Engagement in Kenia erlebe ich immer wieder, wie bereichernd es ist, den eigenen Horizont zu erweitern. Jede neue Erfahrung eröffnet neue Perspektiven. Jede neue Erkenntnis macht die Welt ein Stück größer.

Vielleicht ist genau das das eigentliche Geheimnis eines langen und erfüllten Lebens: nicht nur viele Jahre zu haben, sondern in all diesen Jahren neugierig zu bleiben.

In diesem Sinne: Bleib gesund – und neugierig!

Herzliche Grüße

Sarah Eidler

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Unsere innere Haltung entscheidet darüber, ob uns Stress krank macht oder wachsen lässt.

„Hau jedem aufs Maul, der dir sagt, du hättest zu viel Stress.“ Als ich diesen Satz vor ein paar Tagen gehört habe, musste ich lachen. Denn so provokant er klingt, so viel Wahrheit steckt darin. Stress ist längst zum Feindbild geworden. Wir reden darüber, als wäre er etwas, das wir unbedingt vermeiden müssen. Aber vielleicht ist genau diese Haltung das eigentliche Problem?!

Ich kenne stressige Phasen nur zu gut. Durch Arbeit, Familie, meine Tieren und mein Engagement für Harambee gibt es Tage, an denen die To-do-Liste länger ist als der Tag selbst. Und trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich „zu viel Stress“ habe. Ich habe viel zu tun – aber ich tue Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Und genau da beginnt das Thema Mindset.

Stress ist nämlich nicht automatisch negativ. Vielmehr hängt seine Wirkung stark davon ab, wie lange er andauert (also ob wir von akutem oder chronischem Stress sprechen) und vor allem: wie wir ihn bewerten. Genau das zeigt auch die Arbeit „De-stressing Stress: The Power of Mindsets and the Art of Stressing Mindfully“ von Alia Crum (Columbia Business School) und Chris Lyddy (Case Western Reserve University). Darin wird deutlich, dass Stress sowohl schädliche als auch förderliche Effekte haben kann – und dass unser Mindset darüber entscheidet, welche Seite überwiegt.

Die Autorinnen und Autoren beschreiben sehr klar: Stress kann positive Effekte auf Gesundheit, Leistung und Wohlbefinden haben. Das widerspricht allem, was wir normalerweise hören. Denn gesellschaftlich dominiert ein anderes Bild: Stress macht krank, erschöpft und führt langfristig ins Burnout. Und ja, das kann passieren – vor allem dann, wenn wir dauerhaft über unsere Grenzen gehen und Warnsignale ignorieren.

Aber die Forschung zeigt eben auch die andere Seite. Stress kann uns fokussierter, leistungsfähiger und sogar widerstandsfähiger machen. Er aktiviert unseren Körper, schärft unsere Aufmerksamkeit und hilft uns, Herausforderungen zu meistern. Die körperliche Stressreaktion ist ja ursprünglich genau dafür gedacht, unsere Ressourcen zu bündeln, damit wir mit Anforderungen besser umgehen können.

Der entscheidende Punkt ist nicht, ob wir Stress haben – sondern wie wir ihn interpretieren. Wenn wir glauben, dass Stress uns schadet, reagieren wir oft mit Widerstand. Wir wollen ihn loswerden, vermeiden oder unterdrücken und genau das erzeugt zusätzlichen Druck – eine Art „Stress über den Stress“. Dieses Phänomen wird in der Forschung ebenfalls beschrieben: Nicht nur der Stress selbst belastet uns, sondern auch unsere Bewertung davon.

Wenn wir hingegen verstehen, dass Stress einfach ein Signal ist, wenn wir diese erkennen und wissen, wie wir damit umgehen können, dann verändert sich unsere Perspektive. Stress zeigt uns, dass uns etwas wichtig ist. Wir stressen uns nicht wegen Dingen, die uns egal sind. Er ist ein Hinweis auf unsere Werte, unsere Ziele, unsere Verantwortung. Und plötzlich wird aus dem „Gegner“ Stress ein Verbündeter.

Ich erlebe das oft im Alltag. Wenn ich mich gestresst fühle, frage ich mich nicht mehr sofort, wie ich diesen Zustand loswerde. Stattdessen frage ich: Warum ist mir das gerade so wichtig? Diese kleine Veränderung bringt mich zurück zu dem, was zählt, und gibt mir gleichzeitig Energie, dranzubleiben.

Und schließlich habe ich einen voll gepackten Werkzeugkoffer an Methoden zum Stressmanagement und zur Erholung zwischendurch. Gut so, denn mein „Stress“ ist nichts anderes als Engagement, Verantwortung und Herz – ich will ihn also gar nicht missen.

Natürlich bedeutet das nicht, dass wir uns blind in Stress stürzen sollten. Wer langfristig leistungsfähig bleiben will, muss gut auf sich achten. Mentaltraining spielt hier eine zentrale Rolle. Es hilft uns, unsere Gedanken bewusst zu steuern, Stressoren zu erkennen und gesunde Strategien im Umgang mit Belastung zu entwickeln.

Denn auch das gehört zur Wahrheit: Nicht jeder Stress ist hilfreich. Dauerhafte Überforderung, fehlende Erholungsphasen und das Gefühl von Kontrollverlust können das Risiko für Burnout deutlich erhöhen. Genau deshalb ist es so wichtig, ein Gespür für die eigenen Grenzen zu entwickeln und rechtzeitig gegenzusteuern.

Ein starkes Mindset bedeutet also nicht, Stress zu ignorieren oder sich ständig zu pushen. Es bedeutet, bewusst damit umzugehen. Zu erkennen, wann Stress uns antreibt – und wann er uns ausbremst. Und vor allem: die Fähigkeit zu entwickeln, unsere Perspektive aktiv zu wählen. Sich also auch nicht von außen einreden zu lassen, dieser Stress wäre schädlich.

Die Forschung zeigt, dass genau das möglich ist. Unser Mindset ist nicht festgelegt. Es lässt sich verändern. Und schon kleine Impulse können eine große Wirkung haben. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Kraft des Mentaltrainings: nicht darin, ein stressfreies Leben zu schaffen – sondern ein bewusstes. Ein Leben, in dem wir verstehen, was in uns passiert. Und in dem wir lernen, mit den Herausforderungen zu wachsen, statt an ihnen zu zerbrechen. Auch hier gilt: Wissen schützt.

Denn nein, jemandem „aufs Maul zu hauen“, der von zu viel Stress spricht, ist natürlich nicht die Lösung ;-). Vielleicht reicht es, ruhig zu sagen: Es kommt darauf an, wie du ihn siehst.

Herzliche Grüße

Sarah Eidler

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Zur oben genannten Studie:
Crum, A. J. (Columbia Business School) & Lyddy, C. (Case Western Reserve University) (2014):
De-stressing Stress: The Power of Mindsets and the Art of Stressing Mindfully.
In: Handbook of Mindfulness (Wiley-Blackwell).
Online HIER verfügbar (Stand 11.4.2026)

 

 

 

 

Endlich blinzeln wir wieder in die Sonne. Nach langen, dunklen Wintermonaten merkt man, wie sich die Stimmung plötzlich hebt, sobald die Sonne scheint. Menschen sind besser gelaunt und freundlicher, selbst die eigene To-do-Liste erscheint weniger bedrohlich. Doch warum ist das so? Warum macht uns Sonne tatsächlich glücklich?

Die Antwort liegt natürlich in unserem Körper verborgen. Sonnenlicht beeinflusst direkt unsere Hormonproduktion. Sobald Licht auf unsere Netzhaut trifft, sendet das Gehirn Signale aus, die die Ausschüttung von Serotonin anregen. Das ist jener Botenstoff, der für Zufriedenheit, innere Ruhe und emotionale Stabilität verantwortlich ist. Im Winter hingegen, wenn die Tage kurz und grau sind, sinkt der Serotoninspiegel. Viele Menschen kennen die „Winterdepression“ und spüren dann eine bleierne Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder fühlen sich einfach niedergeschlagen. Das ist eine natürliche Reaktion auf den Lichtmangel.

Gleichzeitig reguliert Sonnenlicht unser Schlafhormon Melatonin. In der dunklen Jahreszeit bleibt der Melatoninspiegel oft erhöht, wir fühlen uns tagsüber müde und kommen morgens schwer aus dem Bett, denn unser Tag-Nacht-Rhythmus wird maßgeblich durch Licht gesteuert. Deshalb wird auch immer dazu geraten, morgens ab in die Sonne, ans Tageslicht – aber woher sollte man das denn in den letzten Wochen nehmen?! Meine Tageslichtlampe hat ihr bestes getan, aber das ist natürlich nicht ganz dasselbe. Mit den ersten hellen Tagen pendelt sich unser innerer Rhythmus nun wieder so richtig ein. Wir schlafen tiefer, wachen erholter auf und starten wacher in den Tag. Es ist, als würde jemand einen Schalter umlegen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist natürlich Vitamin D – eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon, das unser Körper mithilfe von Sonnenstrahlen selbst bildet. Es unterstützt nicht nur unser Immunsystem und unsere Knochengesundheit, sondern steht auch in engem Zusammenhang mit unserer Stimmung. Ein Mangel kann depressive Verstimmungen begünstigen, alles fühlt sich doppelt anstrengend an. Daher ist Supplementierung durch Nahrungsergänzungsmittel in unseren Breiten in den Wintermonaten wirklich zu empfehlen.

Doch nicht nur biochemisch geschieht etwas mit uns. Sonne verändert unser Verhalten. Wir gehen wieder öfter nach draußen, bewegen uns mehr, treffen uns mit Freundinnen, setzen uns mit einem Kaffee auf den Balkon, hören Podcast oder Audiodateien bei einem Spaziergang oder nehmen das Buch mit in den Park. Bewegung an der frischen Luft setzt zusätzlich Endorphine frei – körpereigene Glücksbotenstoffe. Es entsteht ein wunderbarer Kreislauf aus Licht, Aktivität und guter Laune.

Und seien wir ehrlich: Ja, das Feine am Fernstudium ist, man kann auch daheim gemütlich in eine warme Decke eingewickelt lernen – aber noch schöner ist es doch draußen in der Sonne bei Vogelgezwitscher. Natürlich hat es seinen Reiz, sich an kühlen Tagen einzukuscheln und konzentriert am Schreibtisch zu sitzen. Doch sobald die Sonne scheint, verändert sich die Atmosphäre. Tatsächlich zeigen Studien, dass helles Licht die Aktivität bestimmter Gehirnareale steigert, die für unsere Motivation zuständig sind. Gleichzeitig sinkt das Stresshormon Cortisol schneller ab, wenn wir Zeit im Freien verbringen. Die Natur wirkt wie ein Gegenpol zu unserem oft digitalen, schnellen Alltag. Sonnenlicht signalisiert unserem Gehirn Sicherheit, denn evolutionsbiologisch bedeutete Helligkeit Schutz und Aktivität, Dunkelheit hingegen Vorsicht und Rückzug. Dieses uralte Programm läuft noch immer in uns.

Elderly woman in home, opening curtains and getting ready for the day with sun, light and fresh air. Morning routine, retirement and senior person at window in apartment, housework and chores in room

Vielleicht spüren Sie gerade jetzt diese Aufbruchsstimmung. Die Lust, Fenster zu öffnen, Altes auszusortieren, neue Pläne zu schmieden. Frühling und Sonne stehen symbolisch für Neubeginn. Und manchmal brauchen wir genau dieses äußere Signal, um auch innerlich etwas in Bewegung zu bringen. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, nicht nur die Fenster zu öffnen, sondern auch neue Türen. Wenn die Sonne uns neue Energie schenkt, warum sollten wir sie nicht nutzen? Ein neuer Kurs, eine Weiterbildung, ein Thema, das Sie schon länger reizt. Lernen bedeutet Entwicklung. Und Entwicklung beginnt mit einer bewussten Entscheidung – vielleicht genau in dem Moment, in dem Sie Ihr Gesicht in die Sonne halten und denken: Jetzt!

Sonnige Grüße

Mag. Sarah Eidler

 

 

Ich packe gerade meinen Koffer, weil ich in Kürze nach Kenia fliege – diesmal als ätherisches Öl im Gepäck: Ackerminze, auch japanische Minze genannt, die mir persönlich noch lieber ist als die normale Pfefferminze. Warum, das will ich heute kurz erzählen.

Denn ich fliege nicht in den Urlaub, sondern mein Engagement für unser Hilfsprojekt Harambee steht im Mittelpunkt dieser Reise. Natürlich werde ich daneben auch weiter eure E-Mails beantworten und Hausaufgaben korrigieren – meist sehr früh am Morgen oder sehr spät abends. Und so sehr ich mich auf Wärme freue: Bei den derzeitigen Minusgraden in Österreich erwartet mich ein Temperaturunterschied von 35-40 Grad, das ist schon eine heftige Umstellung.

Ich neige da leider zu Kopfschmerzen bis hin zu Migräne und in einer so intensiven Zeit ist Ackerminze für mich ein echter Schatz. Ihr Duft ist frischer, krautiger und für mein Empfinden angenehmer als der der klassischen Pfefferminze. Das ätherische Öl der Ackerminze wirkt nicht nur belebend und konzentrationsfördernd, sondern auch wohltuend bei Druck im Kopf oder geistiger Erschöpfung. Wenn ich mich also nach langen Tagen müde und überladen fühle, hilft mir Ackerminze, wieder klarer denken zu können.

Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus dem ganzen Kraut gewonnen und enthält einen sehr hohen Anteil von 70-80% Menthol. Es eignet sich besonders gut zur Anwendung bei Spannungskopfschmerzen: Einfach auf Stirn, Schläfen oder Nacken auftragen (natürlich verdünnt!) – ein kühlender Effekt stellt sich fast sofort ein. Und auch meine Atemwege profitieren von der befreienden Wirkung, was nach der trockenen Flugzeugluft sehr hilfreich ist.

Was ich diesmal in Kenia unbedingt ausprobieren will, ist, ob Ackerminze tatsächlich gegen Ameisen hilft. Diese kleinen Plagegeister hat man dort nämlich leider überall (von winzig klein bis riesig) und der intensive Geruch soll sie angeblich vertreiben – ich bin gespannt!

Bis bald, herzliche Grüße, bleibt gesund und neugierig!

Mag. Sarah Eidler

PS: Wenn ihr das Ackerminzenöl – oder andere ätherische Öle – im Onlineshop von feeling bestellt und am Ende Gabriela Vonwalds ID 26045 angebt, unterstützt ihr damit direkt Harambee. Die Provisionen gehen zu 100% an unsere Studentinnen und Studenten in Kenia. Danke für eure Unterstützung!

„Ich hab ständig Muskelkrämpfe, vor allem nachts. Aber Magnesium vertrage ich einfach nicht, davon bekomme ich Durchfall.“ Vielleicht kommt dir diese Aussage bekannt vor?

Viele nehmen Magnesium ein, weil sie etwas für ihre Nerven oder Muskeln tun wollen – und landen dann frustriert wieder beim Altzustand oder sogar mit neuen Beschwerden. Dabei ist Magnesium ein echtes Multitalent. Aber eben auch ein sensibles Thema, wenn es um die richtige Form und Dosierung geht.

Tatsächlich ist Magnesium einer der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper. Es ist an über 600 Stoffwechselprozessen beteiligt, wirkt entspannend, nervenstärkend, muskelberuhigend und spielt auch im Energiestoffwechsel sowie für den Herzrhythmus eine zentrale Rolle. Ein Mangel kann sich deshalb sehr unterschiedlich zeigen: innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe oder sogar depressive Verstimmungen sind mögliche Folgen.

Gerade in belastenden Lebensphasen – bei Stress, viel Kaffee, intensiver körperlicher Aktivität oder hormonellen Schwankungen (Stichwort PMS) – steigt der Magnesiumbedarf deutlich an. Gleichzeitig ist die Versorgung nicht immer optimal.

Aber warum vertragen so viele Menschen Magnesiumpräparate nicht?

Die Ursache liegt fast immer in der gewählten Verbindung: Die weit verbreitete und sehr günstige Form „Magnesiumoxid“ wird vom Körper kaum aufgenommen, verbleibt im Darm und zieht dort Wasser an. Die Folge: Durchfall, Blähungen oder Magendrücken. Deshalb wird leider oft fälschlich angenommen, man vertrage Magnesium allgemein nicht, dabei liegt das Problem fast immer an der chemischen Form.

Denn Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Es gibt zahlreiche verschiedene Magnesiumverbindungen, und jede hat ihre ganz eigenen Eigenschaften. Einige wirken beruhigend auf das Nervensystem, andere gezielt auf Muskeln, Herz oder den Energiestoffwechsel. Manche sind besonders gut verträglich, andere eher schwer verdaulich. Deshalb ist es entscheidend, genau hinzuschauen, welche Art von Magnesium man einnimmt und in welcher Kombination.

Und wenn ich das so erkläre, werde ich dann natürlich auch gefragt: Welches Magnesium nimmst denn du? „Mein“ Magnesium ist das Biogena Siebensalz Magnesium. Es enthält eine durchdachte Kombination aus sieben verschiedenen Magnesiumverbindungen. Achtung, Zungenbrecher ;-): Magnesiumcitrat, Magnesiumbisglycinat, Magnesiumtaurat, Magnesiumorotat, Magnesiumgluconat, Magnesiumsuccinat und Magnesiummalat. Jedes davon wirkt anders und diese Vielfalt sorgt für eine ausgewogene Aufnahme ohne Magen-Darm-Beschwerden. Biogena setzt zudem auf das Reinsubstanzenprinzip: keine Füllstoffe, keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe. Das macht die Produkte nicht nur klarer in ihrer Wirkung, sondern auch viel verträglicher.

Wer Magnesium bisher „nicht vertragen“ hat, sollte also unbedingt nochmal einen Blick auf die Produktdetails werfen. Oft ist es nicht der Wirkstoff selbst, sondern die Darreichungsform oder die Zusatzstoffe, die Probleme machen. Mir ging es nämlich auch ganz lange so: Magnesium? Vertrag ich nicht. – Das Siebensalz Magnesium schon! Und wenn man weiß, wie wichtig Magnesium für unseren Körper ist, weiß man auch, dass man sich nicht erst dann darum kümmern sollte, wenn man Muskelkrämpfe hat.

Natürlich wird Magnesium auch über die Ernährung aufgenommen, und das klappt bei ausgewogener Kost oft besser, als man denkt. Über zwei Drittel des aufgenommenen Magnesiums stammen typischerweise aus pflanzlichen Quellen, vor allem aus Gemüse und Getreide. Grünes Gemüse wie Spinat, Mangold oder Brokkoli enthält besonders viel, denn Magnesium ist ein zentraler Bestandteil von Chlorophyll, dem Pflanzenfarbstoff. Auch Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse und Hülsenfrüchte sind gute Magnesiumlieferanten. Wer tierische Produkte zu sich nimmt, kann sich zusätzlich über Fleisch, Fisch, Milch und Käse versorgen (wenn auch in geringeren Mengen).

Passt gut auf euch auf!

Bis bald, herzliche Grüße

Mag. Sarah Eidler

 

PS: Meldet euch gern unter office@vonwald.at für eure Biogena Bestellung. Tipp dazu: Heute schon in unseren Adventkalender geschaut? – Türchen Nummer 4